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P.M. History

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Aktuelle Ausgabe 011/2026 vom 16.10.2026

Erscheinungsweise: monatlich

Die nächste Ausgabe erscheint am 13.11.2026.

Inhalt der Ausgabe 011/2026:

DER HEIMATLOSE Rainer Maria Rilke
Rainer Maria Rilke erhält 1902 den Auftrag, eine Monografie über Auguste Rodin zu verfassen, was ihn aus einer existenziellen Krise rettet. Auguste Rodin lehrt Rilke handwerkliche Disziplin und genaues Hinsehen, wodurch sich Rilkes Arbeitsweise grundlegend verändert. Clara Westhoff bleibt in Worpswede zurück, während Rilke nach Paris zieht und dort neue dichterische Impulse findet. Rilke schreibt in den folgenden Jahren zentrale Werke wie die „Dinggedichte“, das „Stunden-Buch“ und später die „Duineser Elegien“.

(Mensch) Rom ist eine Stadt der Leibeigenen
Eutyches, ein städtischer Sklave, bewegt sich als Verwalteraufseher durch das Rom der Kaiserzeit und erledigt für seinen Herrn Handels- und Besorgungsaufträge. Händler, Prokuristen und Marktleute begegnen Sklaven oft mit einer Mischung aus Respekt vor der Funktion und der rechtlichen Unterordnung. Sklaven gelten als Kapital und können als Fachkräfte geschont, gehandelt oder für harte Arbeit verachtet werden. Viele Sklaven streben via peculium oder durch besondere Dienste die Freilassung an, doch bleibt ihre Lage rechtlich prekär.

Die Erfindung menschlicher Rassen
Petrus Camper entwickelt im 18. Jahrhundert den Gesichtswinkel als vermeintlich physisches Maß zur Unterscheidung von Menschengruppen. Carl von Linné ordnet den Menschen in sein biologisches Klassifikationssystem ein und führt erstmals Varietäten des Homo sapiens auf. Johann Friedrich Blumenbach und andere Naturforscher suchen Ursprünge und „Bindeglieder“ und vermischen ästhetische Urteile mit anatomischen Messungen. Spätere Theorien wie Sozialdarwinismus und Eugenik bauen auf diesen Vorannahmen auf und politisieren die vermeintlichen biologischen Unterschiede.

Leben im Imperium – Alltag in Rom
Das Römische Reich zeigt in der Kaiserzeit monumentalen Reichtum und ausgebaute Infrastruktur, doch der Alltag der meisten Menschen bleibt hart. Viele Bewohner ernähren sich von Brot, Getreidebrei und Hülsenfrüchten, während Wohlhabende exotische Gewürze und Fisch verzehren. Römische Städte bieten öffentliche Thermen, Theater und Spiele als soziale Treffpunkte, die das Gemeinschaftsleben prägen. Sklaven, Bauern und Handwerker tragen die wirtschaftliche Basis, während Politik, Strafen und Militärdienst den Alltag regeln.

Dunkle Seiten Roms
Das Römische Reich ist von allgegenwärtigen Risiken wie Feuer, Einstürzen und Überschwemmungen bedroht, besonders in dicht besiedelten Städten. Die engen Wohnverhältnisse und mangelnde Hygiene begünstigen Krankheiten und Epidemien mit hoher Sterblichkeit. Römische Behörden etablieren Feuerwehr- und Wachtruppen, doch viele Sicherheitsaufgaben liegen weiterhin bei den Bewohnern selbst. Medizinische Praxis bietet fortschrittliche Chirurgie, bleibt aber ohne effektive Anästhesie und mit begrenztem Wissen über Infektionen.

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